Fragen und Antworten

Sie wol­len Mit­glied im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V. wer­den, wis­sen aber nicht wie? Oder Sie sind bereits Mit­glied und fra­gen sich, wel­che Bedin­gun­gen erfüllt wer­den müs­sen, um selbst Züch­ter wer­den zu können?

Die­se und wei­te­re Fra­gen zur Zucht und Mit­glied­schaft sol­len im Fol­gen­den beant­wor­tet wer­den. Außer­dem fin­den Sie hier neben den jewei­li­gen Ansprech­part­ne­rin­nen alle wich­ti­gen Doku­men­te und For­mu­la­re zur Zucht und Mit­glied­schaft im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V.

Mitglied werden

Um Mit­glied in der Lan­des­grup­pe Hes­sen im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V. wer­den zu kön­nen, müs­sen Sie den Auf­nah­me­an­trag aus­fül­len und an den Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pe schi­cken. Bit­te beach­ten Sie, dass ihr Antrag auf Mit­glied­schaft dar­auf­hin zuerst im Club­re­port ver­öf­fent­licht wird, und es durch die fol­gen­de Ein­spruchs­frist bis zu drei Mona­ten dau­ern kann, bis ihr Antrag bewil­ligt wird. Die Auf­nah­me­ge­bühr und den ers­ten Mit­glieds­bei­trag zah­len Sie erst, wenn ihre Auf­nah­me durch die Lan­des­grup­pe bestä­tigt wor­den ist.

Es besteht kein Anspruch auf Auf­nah­me. Von der Mit­glied­schaft aus­ge­schlos­sen sind Per­so­nen, die einer durch den Ver­band für das deut­sche Hun­de­we­sen (VDH) oder die Fédé­ra­ti­on Cynolo­gi­que Inter­na­tio­na­le (FCI) nicht aner­kann­ten Orga­ni­sa­ti­on auf dem Gebiet der Ras­se­hun­de­zucht oder des Hun­de­sports ange­hö­ren. Dar­über hin­aus sind alle Per­so­nen von der Mit­glied­schaft aus­ge­schlos­sen, die dem kom­mer­zi­el­len Hun­de­han­del ange­hö­ren oder außer­halb des VDH und sei­nen Mit­glieds­ver­ei­nen unkon­trol­lier­te Hun­de­zucht betreiben.

Bankverbindung der
Landesgruppe Hessen

Post­gi­ro­amt Frankfurt
Bank­leit­zahl 50010060
Kon­to­num­mer 120228604
IBAN DE47 5001 0060 0120 2286 04
BIC PBNKDEFF

Dokumente

Züchter werden

Um Züch­ter im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V. wer­den zu kön­nen, müs­sen Sie zuerst Mit­glied sein. 

Durch die Teil­nah­me an einem durch den Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V. orga­ni­sier­ten Neu­züch­ter­se­mi­nar müs­sen Sie einen Sach­kun­de­nach­weis erbrin­gen. In der schrift­li­chen Sach­kun­de­prü­fung, die sich an das Semi­nar anschließt, wer­den grund­le­gen­de The­men zur Zucht und den Zucht­be­stim­mun­gen des Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V. ver­mit­telt. Dazu gehö­ren die all­ge­mei­nen Hal­tungs­be­din­gun­gen, die Zucht­be­stim­mun­gen des CfBrH (Zwin­ger­schutz­an­trag, Abnah­me der Zucht­stät­te, etc), die gene­ti­schen Grund­la­gen der Hun­de­zucht, die Vor­be­rei­tung und das Bele­gen einer Hün­din, die Ver­sor­gung einer träch­ti­gen Hün­din, der Geburts­vor­gang sowie die Wel­pen­auf­zucht. Dar­über hin­aus muss im Selbst­stu­di­um umfang­rei­ches Wis­sen zu der Ras­se erwor­ben wer­den, die gezüch­tet wer­den soll. Ter­mi­ne zu aktu­el­len Neu­züch­ter­se­mi­na­ren fin­den Sie auf der Web­site des CfBrH.

Wenn Sie die Sach­kun­de­prü­fung erfolg­reich bestan­den haben, kön­nen Sie bei dem Vor­sit­zen­den ihrer Lan­des­grup­pe einen Antrag auf inter­na­tio­na­len Zwin­ger­na­men­schutz stel­len. Der Antrag wird vom Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pe an die Zucht­buch­stel­le über­ge­ben und in der Fol­ge an die FCI wei­ter­ge­lei­tet. Die Prü­fung durch die FCI kann bis zu sechs Mona­te in Anspruch nehmen.

Bevor Sie sich an die Pla­nung ihres ers­ten Wurfs machen kön­nen, muss auch die geplan­te Zucht­stät­te erst ein­mal durch den Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pe oder durch einen beauf­trag­ten Zucht­wart abge­nom­men wer­den. Zur Zucht­stät­ten­ab­nah­me müs­sen bereits alle zu prü­fen­den Para­me­ter (die Wurf­kis­te, der Auf­zuch­t­raum, der Frei­aus­lauf, etc) fer­tig gestellt vor­han­den sein. Nach der erfolg­rei­chen Abnah­me der Zucht­stät­te und Erfül­lung der vor­ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen erhal­ten Sie von der Zucht­buch­stel­le ihre Züch­ter­kar­te.  

Zuchthund

Um mit einem Hund im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de züch­ten zu kön­nen, muss der Hund eine Ahnen­ta­fel des CfBrH oder eines ande­ren, von der FCI aner­kann­ten Ras­se­hun­de­zucht­ver­eins besitzen.

Neben umfang­rei­chen Gesund­heits­un­ter­su­chun­gen, die frü­hes­tens im Alter von 12 Mona­ten durch­zu­füh­ren sind – dazu gehö­ren unter ande­rem Rönt­gen­un­ter­su­chun­gen auf das Vor­lie­gen einer Hüft­ge­lenks­dys­pla­sie (ggf. auch Ell­bo­gen­dys­pla­sie und Osteo­chond­ro­se), die Unter­su­chung auf erb­li­che Augen­er­kran­kun­gen sowie für die jewei­li­ge Ras­se vor­ge­schrie­be­ne Gen­tests –, muss ein Hund für die Zucht­zu­las­sung auf min­des­tens zwei Aus­stel­lun­gen unter zwei ver­schie­de­nen Rich­tern mit den Form­wert­no­ten „vor­züg­lich“ oder „sehr gut“ bewer­tet wor­den sein.

Die für die ein­zel­nen Ras­sen erfor­der­li­chen Unter­su­chun­gen kön­nen Sie der Zucht- und Kör­ord­nung ent­neh­men, die Sie zusam­men mit den zu nut­zen­den Unter­su­chungs-/Be­wer­tungs­bö­gen nach-/ne­ben­ste­hend fin­den. Eine Aus­stel­lungs­über­sicht, die fort­lau­fend aktua­li­siert wird, fin­den Sie auf der Web­site des Club für bri­ti­sche Hütehunde.

Körun­gen fin­den nur auf Spe­zi­al-Ras­se­hun­de-Aus­stel­lun­gen oder spe­zi­el­len Kör­ver­an­stal­tun­gen des Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de statt. Zur Körung muss der Hund geson­dert ange­mel­det wer­den. Dazu müs­sen dem Kör­meis­ter die Ahnen­ta­fel sowie die Nach­wei­se aller vor­ge­schrie­be­nen Gesund­heits­un­ter­su­chun­gen vor­ge­legt wer­den, außer­dem ist der Nach­weis über min­des­tens zwei Aus­stel­lungs­be­wer­tun­gen zu erbrin­gen. Für den Hund wird ein Kör­be­richt erstellt, dar­über hin­aus wird eine Ver­hal­tens­be­ur­tei­lung – gegen­über Men­schen und gegen­über Art­ge­nos­sen – durchgeführt.

Nicht gekört wer­den ins­be­son­de­re Hun­de, die zucht­aus­schlie­ßen­de Feh­ler haben. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Wesens­schwä­che, ange­bo­re­ne Taub­heit oder Blind­heit, erheb­li­che Zahn­feh­ler oder Kie­fer­ano­ma­lien, erb­li­che Augen­er­kran­kun­gen (PRA, Kata­rakt, Kolo­bom, Entro­pi­um, Ektro­pi­um, Glau­kom), mitt­le­re und schwe­re Hüft­ge­lenks­dys­pla­sie oder ande­re Ske­lett­de­for­ma­tio­nen, Albi­nis­mus oder sons­ti­ge Fehl­far­ben, Hoden­feh­ler, Hasen­schar­te, Spal­tra­chen und Epi­lep­sie. Wei­te­re Grün­de kön­nen Sie der Kör­ord­nung entnehmen.

Für arbei­ten­de Bor­der Col­lies mit Hütenach­weis (HWT), sport­lich geführ­te Hun­de sowie Hun­de mit Ein­schrän­kun­gen besteht zur Zucht­zu­las­sung neben der Körung die Mög­lich­keit einer Zucht­taug­lich­keits­prü­fung. Die zu erbrin­gen­den Vor­aus­set­zun­gen kön­nen Sie der Kör­ord­nung entnehmen.

Deckmeldung

Zum Deck­akt muss vom Züch­ter eine Deck­be­schei­ni­gung aus­ge­füllt wer­den, die vom Besit­zer des Deck­rü­den zu unter­schrei­ben ist. Der voll­zo­ge­ne Deck­akt muss inner­halb von sie­ben Tagen an den Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pe gemel­det wer­den. Dar­über hin­aus ist der Deck­akt mit­tels der Zucht­da­ten­bank online an die Zucht­be­stel­le zu melden.

Dokumente

Wurfmeldung

Jeder Wurf muss unver­züg­lich, spä­tes­tens jedoch nach drei Tagen an den Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pe gemel­det wer­den. Die­ser beauf­tragt einen Zucht­wart, der inner­halb der ers­ten drei Lebens­wo­chen der Wel­pen eine ers­te Wurf­ab­nah­me durch­führt, bei der der Wurf­mel­de­schein aus­ge­füllt wird. Die Wurf­mel­dung kann auch online erfolgen.

Wurfabnahme

Die zwei­te Wurf­ab­nah­me erfolgt nicht vor Voll­endung der sieb­ten Lebens­wo­che der Wel­pen. Der Wurf ist dem Zucht­wart voll­stän­dig vor­zu­stel­len. Die Abnah­me hat nur im Zwin­ger des Züch­ters und im Bei­sein des Mut­ter­tie­res zu erfolgen.

Bei der zwei­ten Wurf­ab­nah­me wird vom Zucht­wart ein End­ab­nah­me­pro­to­koll erstellt und die Abnah­me des Wurfs auf den Ahnen­ta­feln der Wel­pen mit Datum und Unter­schrift bestä­tigt. Das End­ab­nah­me­pro­to­koll muss durch den Züch­ter in aus­ge­druck­ter Form bereit­ge­hal­ten wer­den, grund­le­gen­de Anga­ben (Zwin­ger­na­me, Anschrift, etc) kön­nen bereits vor der Abnah­me ein­ge­tra­gen wer­den. 

Schutz­imp­fun­gen nach der aktu­el­len Emp­feh­lung der stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on sind Pflicht. Die Impf­päs­se der Wel­pen haben bei der zwei­ten Wurf­ab­nah­me vor­zu­lie­gen. Alle Wel­pen müs­sen mit einem Trans­pon­der (Mikro­chip) nach ISO 11784 gekenn­zeich­net wor­den sein, die zuge­ord­ne­ten Chip­num­mern sind mit­tels der Chip­num­mern-Erfas­sungs­pro­to­kolls zu erfassen.